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Warum Märchen der Gebrüder Grimm?

In Grimms Märchen wird mit Grundängsten gespielt, Verlust, Einsamkeit, Angst vor dem Tod…

 

Kinder wie Erwachsene erreicht man durch Emotionen, Gefühle berühren die Menschen.

 

Märchen erzählen spannende Abenteuer. Und Abenteuer ohne Risiko gibt es nicht. Damit ist das Risiko, in das sich die Märchenhelden begeben, in einer gewissen Weise lustvoll. Kinder haben Lust auf Emotionen, dramatische Situationen und extreme Gegensätze.

 

Einige Märchen sind sehr grausam. Aber das Grausame, das Schreckliche, der Horror verschaffen Kindern auch die Möglichkeit, ihre Gefühle auszuloten. Wie weit kann ich mich dem Schrecklichen nähern und öffnen? Die Geschichten werden erzählt, wenn Mama und Papa dabei sind, in einem Raum der Zuflucht und Geborgenheit. Aus dieser Geborgenheit heraus schaut man auf die vermeintlichen Schrecken der Welt.

 

Kinder müssen die Möglichkeit haben, ihre Schwächen wahrzunehmen und zuzulassen. Daran wachsen sie. Wenn sie ihre Ängste verdrängen müssen, dann bleiben sie Opfer – Opfer ihrer Triebe, Opfer ihrer Ängste.

 

Ja, Kinder brauchen Märchen, auch die Märchen der Gebrüder Grimm.

 

Ich würde mir wünschen, dass viel mehr Erwachsene ihren Kindern Märchen vorlesen und auch gemeinsam die persönlichen Werte entdeckt und festgelegt werden.

 

In diesem Sinne möchte ich die Erwachsenen anregen, ihren Kindern Märchen zu erzählen und anschließend ins Gespräch zu kommen, und zwar auf Augenhöhe.


Herzlichst Eure Gerda


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